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Musikstücke und Lesungen zum Innehalten

»Abendmusiken laden in der Passionszeit in die Pauluskirche ein«

Die Passionszeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karsamstag, also einen Tag vor Ostern, dem höchsten christlichen Fest. In den Tagen bis zum Osterfest weiß Peter Rudolf in der evangelischen Kirche für besondere Momente zu sorgen. Der Organist an der Pauluskirche lädt zu vier Abendmusiken ein, um den Frühling in musikalischer Form zu begrüßen, aber auch um in der Zeit der Passion an das Leiden und Sterben Jesus zu erinnern.

Peter Rudolf ist nicht nur Initiator der musikalischen Andachten, sondern ihr federführender Gestalter. Zu den Abendmusiken lädt er sich verschiedene Gastmusiker ein und wählt die Musikstücke aus. Als roten Faden für die vier Andachten hat er das Motto „Vom Frühlingsanfang bis zur Passion“ gewählt. Zwischen den Musikstücken werden kleine Texte und Geschichten gelesen. Beides zusammen, Musikstücke und Lesungen, laden die Besucher in wunderbarer Art und Weise zum Innehalten ein.

Bei der ersten von vier Abendmusiken erklangen Oboe und Orgel. Dafür sorgten in gewohnt perfekter Ausführung Barbara Obert, Lehrerin für Oboe und Blockflöte an der Musikschule Schwetzingen, und Organist Peter Rudolf.

Es erklangen Werke von Joseph Noyon, Georg Friedrich Händel und Giovanni Paolo Cima. Vor allen Dingen das erste Stück von Joseph Noyon, das „Concertino Pastoral“, war ein frühlingshafter Hörgenuss. Die beiden Musikinstrumente ahmten herrlich den Ruf eines Kuckucks nach.

Ausgezeichnet gewählt hatte Pfarrer Detlev Schilling die von ihm vorgetragenen Texte und Geschichten. In der Segensgeschichte „Spiegelmoment“ von Susanne Niemeyer klopft Gott an einem Aschermittwoch an der Tür einer Frau, die Gott nicht unbedingt gut leiden kann, weil sie glaubt, er würde stets nur fordern und sie überall kontrollieren. Dennoch ließ sie ihn herein und stellte fest, dass er sie weder kontrollieren noch kritisieren wollte, sondern sie und ihr Leben ruhig und wohlwollend betrachtete. Plötzlich erkannte sie, dass er nichts anderes wollte, als ihr Wohl.

Mitgebracht hatte Detlev Schilling auch „Das Märchen von der traurigen Traurigkeit“ von Inge Wuthe und „Morgengebet“ von Etty Hilesum.

Die nächste Abendmusik gibt es am Mittwoch, 3. April, um 19 Uhr in der evangelischen Pauluskirche. Die Textlesungen übernimmt Pfarrerin Cristina Blázquez. Es wird mit Dorien Schouten und Peter Rudolf ein ungewöhnliches Aufeinandertreffen geben: sie musizieren an Cembalo und Orgel. Eine weitere Abendmusik findet am 10. April um 19 Uhr mit Maraile Lichdi, Sopran, und Peter Rudolf an der Orgel statt. Passende Texte bringt Pfarrerin Cristina Blázquez mit. Ihren Abschluss finden die Abendmusiken in der Passionszeit am 17. April um 19 Uhr mit Arien zur Passion von Johann Sebastian Bach mit Bariton Michael Leideritz und Peter Rudolf an der Orgel. Pfarrerin Sybille Rolf ist für Texte und Rezitation verantwortlich.

Sabine Geschwill
Foto: Geschwill Presseservice