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Fast 100 Liter Erbsensuppe wurden beim Adventsbazar "verputzt"

»Waffeln, Stollen, Plätzchen, Handarbeiten, Gebasteltes und vieles mehr gab es beim Adventsbazar der evangelischen Kirchengemeinde. Der Erlös geht an die deutsch-lutherische Kirche in Georgien.«

Wenn die evangelische Kirchengemeinde zu ihrem alljährlichen Adventsbazar einlädt, dann sind alle Gruppen und Generationen für den guten Zweck auf den Beinen. Jung und Alt arbeiten Hand in Hand und betreuen die Stände. Pfarrerin Cristian Blázquez war ganz begeistert von dem engagierten Miteinander. „Es ist schön zu sehen, wie alle Rädchen ineinandergreifen und wie viele Gemeindemitglieder mitarbeiten“, ließ sie wissen.

Der gesamte Erlös des Adventsbazars geht im zweiten Jahr in Folge an die deutsch-lutherische Kirche in Georgien. Die Idee dazu hatte Kirchengemeinderat Marin Gramm. Auf seinen vielen Reisen durch Georgien sah er, wie in weiten Teilen des Landes die Menschen in bitterster Armut leben. Dabei lernte er die Arbeit der deutsch-lutherischen Kirche kennen und machte dem Kirchengemeinderat den Vorschlag, diese zu unterstützen. „Viele Menschen leben in Georgien von der Hand in den Mund“, wusste Gramm zu berichten. Cristina Blázquez fand es wichtig, über den Tellerrand der eigenen Kirchengemeinde hinauszuschauen und gezielt dort zu helfen, wo Not und Armut den Alltag der Menschen bestimmen. Die Kirchengemeinde in Georgien unterhält eine Diakoniestation, eine Suppenküche, ein Altersheim und verteilt Lebensmittelpakete an sozial Schwache. Die sozialen Angebote kommen konfessionsübergreifend allen Armen zu Gute, betonte die Pfarrerin.

Den Adventsbazar für den guten Zweck hatte Corinna Brambach in bewährter Form unter dem Motto „Den Advent schmecken, riechen, fühlen“ organisiert. Ihr zur Seite standen Pfarrerin Cristina Blázquez, Pfarrer Detlev Schilling, Allround-Fee Annette Christiansen und viele engagierte Helferinnen und Helfer. Im Gemeindehaus, im Innenhof, sowie auf dem Platz vor der Kirche waren die Bazar-Angebote zu finden. Waffeln, Stollen, Plätzchen, Handarbeiten, Gebasteltes und vieles mehr gab es zu kaufen.


Den ersten Besucheransturm erlebte die Kirchenjugend gleich am Morgen beim Aufbau ihres Standes. Denn kaum hatten sie die vom Werkkreis angefertigten Adventskränze und Gestecke auf ihren Tischen drapiert, waren sie auch schon verkauft. 20 Adventskränze und zehn Tischgestecke gingen weg wie warme Semmeln. Das konnte man von Jugendteam-Mitarbeiter Max Kirschenlohr erfahren.

Auch die selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen der Kirchenjugend fanden ihre Abnehmer. Zehn Jugendliche hatten sich einige Tage zuvor zum Backen getroffen und zusammen mit Gemeindediakonin Johanna Hassfeld und den Jugendteam-Mitarbeitern sieben leckere Plätzchensorten gebacken und in Tüten abgefüllt.

Weihnachtliche Basteleien wie Baum-Teelichter hatte die Kirchenjugend ebenfalls angefertigt. Als jüngste Gruppe beteiligten sich die Grundschulkinder der Kindergruppe „Picco Pauli“ am Adventsbazar. Sie hatten farbige Windlichter aus Glas und Christbaumschmuck hergestellt.

Eine tolle Idee war das „Live Basteln“, das Armin Bernt betreute. Bei der Herstellung von weihnachtlichen Elchen und Engeln aus Kork konnte man den Konfirmanden Nils und Daniel über die Schulter schauen.


Die Konfirmandinnen waren an anderer Stelle anzutreffen, nämlich am Waffelstand, wo die junge Generation mit den Senioren prima zusammenarbeitete. Die Teenager Aylin und Lena übernahmen das Waffelbacken. Christa Bommer war für den Teignachschub zuständig.




Im Innenhof der Pauluskirche und in der Cafeteria des Gemeindehauses konnte man seinen Hunger stillen. Hier gab es die berühmte Erbsensuppe mit Servela. Fast 100 Liter Suppe wurden tags zuvor für den Adventsbazar zubereitet, berichtete Heinz Kreisel. „Sechs Frauen und etliche Konfirmanden haben Gemüse geputzt, geschnippelt und gerührt“, ergänzte Kerstin Kreisel. Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch.










Im Gemeindehaus konnte man fair gehandelte „Eine Welt Waren“ einkaufen, hausgemachte Weihnachtsköstlichkeiten wie Stollen, Liköre, gebrannte Mandeln und Marmeladen für kleines Geld mit nach Hause nehmen, schöne Handarbeiten beim Werkkreis aussuchen, bei Georgien-Kenner Rainer Kaufmann georgische Spezialitäten probieren und am Stand des Vereins Bildung-und-Begegnung-Palästina e.V. Krippenfiguren aus Olivenholz einkaufen.


Die Figuren werden in Bethlehem hergestellt. Der in Wiesloch angesiedelte Verein unterstützt schon seit mehr als 20 Jahren zwei evangelisch-lutherische Schulen in den Stadtteilen Bethlehems, sowie bedürftige Schüler und notleidende Familien.


Sabine Geschwill

Foto: Geschwill Presseservice