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Die Ökumene sagte mit einem Konzertabend „Danke“

»In der Pauluskirche musizierten Tabea Schwartz und Rui Staehelin für alle Kirchenengagierte«

Mit einem Konzertabend sagten die evangelische und katholische Kirchengemeinde in der Pauluskirche allen haupt- und ehrenamtlich Kirchenengagierten „Danke“ für deren vielfältigen Einsatz im vergangenen Jahr. Dieses ökumenisch ausgerichtete Zusammenkommen mit anschließendem Umtrunk im evangelischen Gemeindehaus gehört seit einigen Jahren in Eppelheim zur guten Tradition.


Die Gäste wurden in der fast vollbesetzten Kirche von Tabea Schwartz und Rui Staehelin auf eine interessante musikalische Reise mitgenommen, die 500 Jahre zurück in die Zeit der Reformation führte. Tabea Schwartz studierte Blockflöte als Hauptfach und die Musik des Mittelalters. Nach erfolgreichen Abschlüssen widmet sie sich dem Studium früherer Streichinstrumente. Rui Staehelin widmete sich während seines Studiums dem Zupfinstrument Laute, belegte Meisterkurse und schätzt besonders die historische Praxis des selbstbegleiteten Singens. Seine Leidenschaft gehört der Improvisation auf Laute und Theorbe - einer Basslaute mit langem Hals und zweitem Wirbelkasten - sowohl allein als auch im Zusammenspiel mit anderen Instrumentalisten.

Als Eingangsthema für das Konzert war das Motto „Mit zweien Stimmen zu zwicken“ gewählt worden, wobei sich das Wort „zwicken“ hier auf das Zupfen der Instrumente bezog.

Hernach standen unter der Überschrift „Luther, Senfl und die Musica“, sowohl der Reformator selbst als auch Ludwig Senfl, einer der einflussreichsten deutschsprachigen Komponisten der Reformationszeit, mit seiner Musik im Mittelpunkt. Obwohl Senfl als Hofkomponist Kaiser Maximilians und später Herzog Albrechts IV. von Bayern stets katholische Dienstherren hatte, stand er mit dem großen Reformator Luther in engem Kontakt, dem er auch Musik zukommen ließ.

Weiter ging es unter dem Motto „Getutschte Liedlein“, wobei „getutscht“ mit dem Wort „ausgezogen“ übersetzt werden kann und damit ein „Auszug“ gemeint war. Ausgewählt hatten die Musiker hier Stücke von Ludwig Senfl, Jehan Chardevoine und Pierre Attaignant.

Zum Abschluss boten Tabea Schwartz und Rui Staehelin musikalisches „…aus den Tagebüchern Felix Platters“. Sie spielten von Pierre Sandrin „Solang ich leb“, von Orlando di Lasso „Susanna zart“ und von Jacques Arcadelt „In allem Sterben singet“.


Pfarrerin Cristina Blázques bedankte sich nach dem gelungenen Konzert und dem Schlussapplaus mit den Worten: „Ihr ward bezaubernd und verzaubernd“ bei den beiden Ausnahmemusikern.

Sabine Geschwill

Foto: Geschwill Presseservice