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Musik in der Josephskirche




Soulfood - Church in Concert

Zwei Meister ihres Fachs luden zum Klangexperiment

„Klassik, Improvisation und Jazz“ in der Josephskirche

Ein neuartiges Klangerlebnis in der Reihe „Musik in der Josephskirche“ wurde den Musikliebhabern am vergangenen Wochenende serviert: unter dem Motto „Soulfood - Church in Concert“ präsentierten die beiden Musiker Elisa Wunderlich (Orgel) und Daniel Gebauer (Alt- und Tenorsaxophon) klangvolle Überraschungen. Die studierten Musiker aus München und Bremen taten sich schon in den neunziger Jahren zusammen, um in der Musik eine neue Klangwelt für klassische Orgelmusik kombiniert mit freien Jazz- und Popimprovisationen zu schaffen.

„Lassen wir uns überraschen“, forderte Gebauer das Publikum vor Konzertbeginn auf, denn auch für die Musiker sei jeder Raum und jedes Konzert ein neues Hörerlebnis. Mit Elisa Wunderlich an der Orgel und Daniel Gebauer am Saxophon waren zwei Meister ihres Fachs am Experimentieren und Improvisieren. Gleich im Begrüßungsstück ging der Saxophonist mit der Kirche auf Tuchfühlung und nutzte Gänge und Ecken zum Musizieren. Das Experimentieren mit dem Raum sollte sich während des Konzertes mehrfach wiederholen.

Mit majestätischen Orgelklängen und dem Präludium in e-moll nach Nikolaus Bruhns begann das Abendprogramm. Schnell waren die Musikliebhaber von den Klängen der beiden unterschiedlichen Instrumente ergriffen. Die Spielfreude und das harmonische Zusammenspiel der Musiker tat Übriges: die Zuhörerschar lauschte gebannt den von Musikerhand geschaffenen Klangexperimenten. Mal waren die Musikstücke nachdenklich und gefühlvoll wie bei der Sonate in A-Dur nach Franz Schubert, oder voller Temperament wie bei der Tangoimprovisation. In „Westküste Neuseeland“ ahmte Gebauer sogar mit seinem Saxophon das Wellenrauschen des Ozeans nach und ließ grandiose Landschaften durch Notenspiel entstehen. Neben den Improvisationen spielten die beiden Künstler mit ihren Instrumenten auch fabelhaft harmonisch klassische Stücke: „Sicliana“ von Johann Sebastian Bach und der Walzer in a-moll von Frederic Chopin lieferten den Beweis.

Jazzige Töne waren zunehmend im zweiten Programmteil zu hören. „Gospel“, „Skywalk“ und „Nach opus 60“ hießen die Musikstücke, die von den Musikschaffenden höchste Konzentration erforderten und das Publikum fast meditative Phasen erleben ließ. Die Zugabe war quasi ein „Abendlied“: Orgel und Tenorsaxophon waren in einer Improvisation über ein Thema aus dem Film „Wie im Himmel“ zu hören. Das Publikum erklatschte sich noch eine weitere Zugabe und konnte begeistert und bereichert nach dem Stück „Tango“ den Heimweg antreten.

Sabine Geschwill