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Ereignisse 2007




Frauenkantorei Eppelheim auf dem 24. Internationalen Schubert-Chorwettbewerb in Wien

»November 2007. Eppelheimer Gesangskultur erfolgreich im internationalen Wettbewerb. Ein Bericht von Hanna Hahne und Marion Teuber.«

Im November 2006 fasste die Frauenkantorei Eppelheim mit ihrem Dirigenten Otmar Wiedenmann-Montgomery den kühnen Entschluss, am 24. Internationalen Schubert-Chorwettbewerb in Wien teilzunehmen und erhielt tatsächlich nach dem Bewerbungsverfahren die Einladung in die Donaumetropole.

Ein Jahr später, am 16. November 2007, sollte die Reise beginnen, doch das Unternehmen drohte zum Entsetzen aller Beteiligten im letzten Moment zu scheitern. Wie rechtzeitig nach Wien kommen, wenn man Bahntickets hat und die Lokführer streiken? Glücklicherweise erklärten sich fürsorgliche Ehemänner spontan bereit, ihre singenden Gattinnen zu nachtschlafender Zeit an den Frankfurter Fernbahnhof zu kutschieren

Konzerthaus Wien

Rechtzeitig zum Beginn des stimmungsvollen Weihnachtsmarktes kamen die 23 Sängerinnen und ihr Chorleiter im zauberhaft verschneiten Wien an. Und schon am nächsten Tag, dem Wettbewerbstag, wurden sie im eleganten und traditionsreichen Konzerthaus erwartet, um Eppelheimer Gesangskultur im Wettstreit mit Nationen wie China, Argentinien, Russland, Polen, den Baltischen Staaten u.a.m. in Wien zu präsentieren. Siebzehn Chöre aus vierzehn Ländern, die - teils in Abendrobe, teils in farbenfrohen Trachten - sämtliche Flure und Säle bevölkerten, waren dem Ruf der internationalen Franz-Schubert-Gesellschaft gefolgt, um sich in verschiedenen Kategorien miteinander zu messen.

Frauenkantorei Eppelheim im Konzerthaus Wien

Die Frauenkantorei präsentierte vor internationaler Jury und Publikum ein stilistisch vielfältiges und abwechslungsreiches Programm von 2- bis 8-stimmiger Chormusik aus vier Jahrhunderten, darunter den 23. Psalm von Schubert als Pflichtbeitrag und ein „Sanctus“ von Johannes Matthias Michel, dem Landeskantor der Evangelischen Kirche von Nordbaden.

Bis zur Verkündigung des endgültigen Ergebnisses folgten Stunden der Spannung, die mit unterhaltsamen Ausflügen in das kulturelle und kulinarische Leben Wiens überbrückt wurden. Ein Empfang im Rathaus beim Wiener Bürgermeister brachte die konkurrierenden Chöre am Abend zusammen und über die Grenzen hinweg wurde gesungen, gelacht und gemeinsam gefeiert.

Übergabe des Diploms
an den Dirigenten Otmar-Wiedenmann-Montgomery
in der Minoritenkirche in Wien

Nach dem Sonderwettbewerb um den Franz-Schubert-Preis am nächsten Tag in der Minoritenkirche, den der Akademische Chor aus Briansk (Russland) gewann, wurden die Ergebnisse des Hauptwettbewerbs endlich bekannt gegeben. Für die Vergabe der Diplome in Gold, Silber und Bronze waren differenzierte Bewertungskriterien zugrunde gelegt worden. Der Jubel war groß, als der Name „Frauenkantorei Eppelheim“ durch die Lautsprecher schallte und Chorleiter Otmar Wiedenmann-Montgomery ein goldenes Diplom der Kategorie „Frauenchöre mit Pflichtwerk“ entgegen nehmen konnte.

Schubertkirche in Wien
Die Heimatkirche von Franz Schubert [* 1797, † 1828]

Weitere Informationen zum Festival:
www.schubertchoralfestival.at