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Ereignisse 2007




Jugendgottesdienst: Luther und Halloween

»Oktober 2007. Ein Bericht von Sabine Geschwill.«

Foto: Presseservice Geschwill
www.geschwill-presseservice.de


Mit Hammer und Nägeln tat die Jugend ihre Meinung kund

Jugendgottesdienst befasste sich mit „Martin Luther und Halloween“

Eppelheim. (sg) Die Pauluskirche zeigte sich für den Jugendgottesdienst wie verwandelt: Nebelmaschine, Ton- und Lichteffekte schufen eine mystische Atmosphäre.

Genau das Richtige für einen spannenden Abend zum Thema „Martin Luther und Halloween“, den Gemeindediakonin Margit Rothe mit ihrem Jugend- und Technikteam speziell für alle Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Eppelheim und Plankstadt organisiert hatten. Alles drehte sich um den 31. Oktober, der zum einen als Reformationstag gefeiert wird und zum anderen in Ableitung verschiedener Bräuche als spaßiger Halloweenabend begangen wird.

In einer Spielszene prallten das 16. und das 21. Jahrhundert aufeinander: angekündigt von Blitzen, Donner und viel Nebel erschien Martin Luther im Kirchenraum und verstand die Welt nicht mehr. Drei Halloweenverrückte Gestalten standen ihm gegenüber und lachten den Reformator aus: „Ey Alter, du bist fast 500 Jahre zu spät dran.“

Die jungen Leute wussten nichts von 95 Thesen, die Luther 1517 an der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug, um damit Papst und Kirche zu kritisieren und den Ablasshandel anzuprangern. „Was feiert ihr denn heute?“, fragte er. „Halloween, da zieht man verkleidet durch den Ort, klingelt an den Häusern und will Süßes oder Saures.“

Luther fand das Verhalten sehr bedenklich. „Ihr seid wie die Leute zu meiner Zeit. Ihr macht alles mit, weil es „In“ ist und wisst überhaupt nichts über das Warum. Das hätte früher dem Papst gefallen.“

Den Jugendlichen gab das zu denken. Immerhin wollten sie sich jetzt mal kundig machen, warum man heute „Halloween“ feiert. „Kommt, jetzt wird erst mal am Computer gegoogelt.“ Schnell wurden sie fündig und erzählten von Bräuchen aus verschiedenen Ländern: von einem Fest anlässlich der beginnenden Winterzeit, von Totenehrung, der Vertreibung von Geistern und von Armen, die von Tür zu Tür zogen und um Armenkuchen baten.

Foto: Presseservice Geschwill
www.geschwill-presseservice.de


In Kenntnis um den Reformationstag und das Wirken Luthers waren die Jugendlichen anschließend aufgerufen mit Papier und Stiften ihre Meinung zu aktuellen Kirchenfragen kund zu tun. Mit Hammer und Nägeln durften sie diese für jeden sichtbar an aufgestellte Holztüren anschlagen.