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Ereignisse 2007




ora et labora

»März 2007. Evangelische Jugend Eppelheim«

Evangelische Jugend schafft Kreuzweg

Ende März traf sich eine Gruppe Jugendmitarbeiter im evangelischen Gemeindehaus, um dort in einer Art Wohngemeinschaft ihr Leben für fünf Tage zu teilen.

Entsprechend der mönchischen Regel „Ora et labora“, also „Bete und arbeite“, wurde Glaube und Alltag in einer christlichen Gemeinschaft geteilt. Nach einer Morgenbesinnung und dem gemeinsamen Frühstück ging zunächst jeder seiner normalen Beschäftigung nach (Schule, Arbeit, Studium, Hobby). Zum Mittagessen und am Nachmittag waren auch immer einige der Teilnehmenden im Gemeindehaus anwesend. Die Abende waren für ein gemeinsames Programm reserviert. Nach dem Essen widmeten sich die Jugendlichen dabei dem Thema „Kreuzweg“.

Nach inhaltlichen Vorarbeiten war es Ziel, einen Kreuzweg aus Fliesenmosaik zu schaffen. Dieses wurde bis Sonntag früh auch erreicht: Die Jugendlichen entwickelten sich zu echten Künstlern. Auf zwei großen Holzplatten fertigten sie einen Kreuzweg mit zwölf Stationen an, der nicht nur aus Fliesenscherben, sondern auch aus Elementen aus Holz, Gips, Stoff, Metall und Papier besteht. Symbole kennzeichnen dabei Stationen aus Jesu Weg zum Kreuz – begonnen mit dem Einzug in Jerusalem, endend mit der Grablegung.

ora et labora



Als die Gruppe ihre Kunst im Gottesdienst vorstellte, wurde deutlich: Auch wenn die Auferstehung Jesu in diesem Mosaik nicht offensichtlich mit aufgegriffen wurde, ist Ostern doch schon in diesem Weg versteckt. An der vorletzten Station, an der man den Tempel-Vorhang sieht, der zerriss, als Jesus starb, kann für den Betrachter deutlich werden: Durch Jesu Tod und dem Reißen dieses Vorhangs wurde der Weg zu Gott für alle und für immer frei. „Wir Christen können heute die drei Tage zwischen Karfreitag und Ostern aushalten, weil wir von diesem offenen Weg zu Gott wissen. In dieser Hoffnung und in der Hoffnung der Auferstehung lassen sich Passions-Zeiten durchhalten und Kreuz-Wege durchschreiten“ – so die Botschaft der Ora-et-labora-Teilnehmer.

Trotz kurzer Nächte im Gemeindehaus war diese Woche, die Daniel Horsch als Jugendmitarbeiter und Ge-meindediakonin Margit Rothe initiiert hatten, ein rundum sehr gelungenes Projekt, das in ähnlicher Form sicher Wiederholung findet.
Die Kreuzweg-Kunst ist im Flur des evangelischen Gemeindehauses aufgehängt und kann dort angeschaut werden. Gerade jetzt in der Karwoche und der Osterzeit bietet es sich an, den Kreuzweg vor oder nach den Gottesdiensten zu betrachten. (ro)

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