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Musikalische Auszeit im Weihnachtstrubel

»Abendmusiken zum Advent laden in die Pauluskirche ein«

Es gibt besondere Momente im Advent, die man zu schätzen und zu nutzen wissen muss. Dazu gehören die „Abendmusiken im Advent“ von Organist Peter Rudolf in der evangelischen Pauluskirche.

Wer den Kopf frei kriegen und dem Weihnachtstrubel für eine kleine Weile entfliehen möchte, besucht am besten in der Adventszeit mittwochabends um 19 Uhr die Abendandachten mit Musik. Schon beim Betreten der Kirche nimmt einen das warme Licht, der nach frischen Tannenzweigen duftende Adventskranz und der schöne Kerzenschein gefangen. Man nimmt sich ein Programm, sucht sich einen Platz im Kirchenraum und dann dauert es nicht lange, bis man die Welt um sich herum vergisst und man nur noch Augen und Ohren hat für die Musik und die dazwischen eingebetteten Textlesungen.

Peter Rudolf ist als Organist schon seit vielen Jahren bei den insgesamt vier Abendmusiken vor dem Weihnachtsfest für die musikalische Gestaltung zuständig. Für ihn ist es maßgebend, bei den Besuchern Schritt für Schritt die Freude auf das Fest und die Geburt des Christkindes zu wecken. Dazu lädt er sich jeden Mittwochabend musikalische Gäste ein, stimmt mit ihnen das Abendprogramm ab und wählt zu den Instrumenten passend Komponisten und Musikstücke.


Bei der jüngsten „Abendmusik“ waren mit Barbara Obert an Oboe und Blockflöte, Dorien Schouten am Cembalo und Peter Rudolf an der Orgel drei Profis ihres Fachs auf der Empore vereint. Von dort suchten sich unter anderem Georg Philipp Telemanns „Triosonate B-Dur“ für Blockflöte, obligate Orgel und Basso Continuo oder Johann Wilhelm Hertels „Partita I in C-Dur“ für Oboe, obligate Orgel und Basso Continuo ihren Weg zu den Zuhörern im gesamten Kirchenraum.

Pfarrer Detlev Schilling übernahm die Lesungen. Die Texte und ihre Botschaften hatte er gut gewählt. So stand beispielsweise bei den „Gebetsgedanken zu Psalm 85“ des Inselpfarrers der ostfriesischen Insel Langeoog, Klaus von Mering, der durch seine lebensnahen und zu Herzen gehenden Botschaften große Bekanntheit erlangte, die Bitte um Frieden und Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Um die Hoffnung als Energiespender in schwierigen Zeiten ging es in dem Text „Die Hoffnung kann lesen“ von Fulbert Steffensky. Das einfühlsame Gedicht von Max Feigenwinter „Schweige und höre - vielleicht geht dir in der Mitte der Nacht ein Licht auf“ aus dem Buch „Einander Engel sein“ hatte sich Pfarrer Schilling für den Schluss aufgehoben. In dem Gedicht hieß es nicht nur „Schweige und höre, sammle Kräfte und brich auf, damit du den Ort findest, wo neues Leben möglich ist“, sondern auch „Vielleicht ahnst du plötzlich, dass Frieden auf Erden denkbar ist…“

Sabine Geschwill

Foto: Geschwill Presseservice