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Chöre
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Musik - Josephskirche
Höhepunkte 2018




Sommerliche und tänzerische Orgelklänge verzauberten

»Herrliches Orgelkonzert mit Bezirkskantor Alexander Niehues«

Wer die kleine Josephskirche liebt und deren Orgel schätzt, der ließ sich das Orgelkonzert mit Alexander Niehues nicht entgehen. Etliche Musikinteressierte kamen in die Kirche und suchten sich trotz herrlicher Spätsommersonne in den Bänken ein schönes Plätzchen, um der Orgelmusik lauschen und sie auf sich wirken lassen zu können. Auch der katholische Pfarrer Johannes Brandt und sein evangelischer Kollege Detlev Schilling gehörten unter anderem zu den Gästen des Orgelkonzertes in der Reihe „Musik in der Josephskirche“.

Alexander Niehues konzertierte erstmalig in Eppelheim. Mit ihm saß ein junger, außerordentlich begabter Kirchenmusiker an der Orgel auf der Empore. Seit September 2013 ist der gebürtige Mainzer Bezirkskantor der Erzdiözese Freiburg mit Dienstsitz an der Heilig-Geist-Kirche in Mannheim. Der heute 35-Jährige studierte in Mainz, Wien und Freiburg Kirchenmusik, Gesangspädagogik, Chor- und Orchesterdirigieren. Ehe er als Bezirkskantor nach Mannheim kam, wirkte er unter anderem als stellvertretender Domorganist am Hohen Dom zu Mainz, war vertretungsweise als Bezirkskantor in Münstertal im Schwarzwald und als Vertretungsorganist im Freiburger Münster tätig. Auszeichnungen und Preise kann Alexander Niehues auch vorweisen. Er war Preisträger beim „Ersten Hochschulwettbewerb der Musikhochschule des Landes Rheinland-Pfalz“. Durch seinen zweiten Platz beim „Interdisziplinären Wettbewerb für Nachwuchsdirigenten“ der Frankfurter Singakademie errang er den „Mendelssohn-Preis der Stadt Frankfurt am Main“. Im Jahr 2009 war er Stipendiat der Villa Musica in Mainz und der Zukunftsinitative des Landes Rheinland-Pfalz.

Der gewählte Titel „Spätsommertraum“ für seine Konzertpremiere in Eppelheim passte hervorragend zum Bilderbuchwetter. Die für die Orgel ausgesuchten Komponisten und Werke passten zur Jahreszeit und die spätsommerlichen Temperaturen. Die Kirche war erfüllt von einer herrlich leichten Atmosphäre. Es erklangen Werke aus verschiedenen Jahrhunderten, die sommerliche Stimmung verbreiteten. Zu nennen wären da das „Andante“ der Orgelsonate h-Moll von Josef Labor, das „Notturno“ aus „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und die „Cantilene“ aus der Sonate d-Moll von Josef Gabriel Rheinberger. Es wurden auch tänzerische Themen zu Gehör gebracht. Diese kamen in „Allemande“ von Jan Pieterszoon Sweelinck und in „Variazioni Capricciso“ von Bernardo Pasquini sehr gelungen zur Geltung.

Sabine Geschwill