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Chöre
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Musik - Josephskirche
Höhepunkte 2019
Höhepunkte 2018




Musik in der Josephskirche - Jahresprogramm



Heinrich Schütz

MATTHÄUS-PASSION

Sonntag, den 31. März 2019 um 18.00 Uhr

Ausführende:

Jesus – Bassist Simon Layer (Bass)
Evangelist – Otmar Wiedenmann-Montgomery (Tenor)
Judas – Kim Boyne (Alt)
Petrus – Andreas Bulling (Tenor)
Pilatus – Jakob Zier (Tenor)
Pilati Weib – Hildegard Lacroix (Alt)
Caiphas – Michael Sauer (Bass)
Ancilla I – Cornelia Freitag (Sopran)
Ancilla II – Ulrike Matt (Sopran)
Falscher Zeuge – Gunter Barwig (Bariton)

Singkreis an der Pauluskirche Eppelheim

Leitung: Otmar Wiedenmann-Montgomery


Heinrich Schütz (1585-1672) war eine Ausnahmeerscheinung. Es herrscht Einigkeit darüber, dass Schütz der bedeutendste Musiker seines Jahrhunderts war. Daher stand auch auf seinem Grabstein „seculi sui musicus excellentissimus“.

In hohem Alter war es Schütz ein Bedürfnis, einige Kompositionsprojekte zu vollenden. So hat er noch im Alter von 81 Jahren (1666) den Text der Matthäus-Passion meisterhaft „in die Musik übersetzet“ ("Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi nach dem Evangelisten Matthäus", so lautet der Originaltitel). Wer hätte zu seiner Zeit die Geschichte des Leidens und Sterbens Christi, wie es der Evangelist Matthäus schildert, ergreifender und dramatischer komponieren können? Schütz brachte bei der Gestaltung der solistischen Gesangspartien und der dramatischen Chöre alle seine Künste und Erfahrungen ein. Diese hatte er in der venezianischen Madrigalkultur erworben und bereits als Komponist der ersten deutschen Oper „Daphne“ unter Beweis gestellt. Während er in seinem Weihnachtsoratorium, das er ein paar Jahre vorher vollendete, noch alle Register und Klangfarben eines Orchesters verwenden konnte, stellte er sich bei der Vertonung der Passionsgeschichte, wie es zu seiner Zeit üblich war, der Herausforderung, die Passion komplett ohne Instrumente zu setzen. Dadurch wird die innere Spannung der Leidensgeschichte Jesu und die teils krasse Realistik des Geschehens direkt erlebbar.

Eine weitere Aufführung:
Sonntag, den 14. April 2019 um 15:30 Uhr in der Klosterkirche Stift Neuburg in Heidelberg-Ziegelhausen, Stiftweg 2, 69118 Heidelberg



Heitere Musik zum Wonnemonat Mai

Sonntag, 19. Mai 2019 um 17.00 Uhr

Domkapellmeister Martin Dücker (Stuttgart)
spielt an der romantischen Mönch-Göckel-Orgel Orgelwerke aus vier Jahrhunderten

Wie klingt der Frühling? Tänzerisch, fröhlich, beschwingt...

Martin Dücker lässt die Zuhörenden teilhaben an seiner Klangreise durch die Jahrhunderte. Dabei spannt er den musikalischen Bogen vom 17. Jahrhundert bis zu den Kompositionen der Moderne. Der Orgel in der Josephskirche entlockt er dabei die verschiedensten Klangerlebnisse. Das Instrument selbst ist ein seltenes Kleinod aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Mit ihren romantischen Registern entführt sie die Zuhörer in eine längst vergangene Zeit. Auf dem Programm stehen auch Magnificat-Kompositionen zum Wonnemonat Mai aus dem Dom zu Augsburg, aus Paris und aus dem Dom zu Lucca – quasi eine kleine Musikreise quer durch Europa, passend zur Europawahl.

Mit seiner Musik bringt Martin Dücker die Orgel zum Tanzen und die Zuhörenden zum Träumen über den beginnenden Sommer…

Martin Dücker (*1951 in Essen) studierte an den Musikhochschulen Essen und Düsseldorf. 1993 wurde er zum Dommusikdirektor an der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart berufen. Er gründete dort 1994 die Mädchenkantorei, die Schola Gregoriana und die Domkapelle. Neben Dozentenaufgaben an der Musikhochschule Stuttgart ist Dücker auch Co-Autor mehrerer chorliterarischer Werke. 2007 wurde er zum Domkapellmeister ernannt. Als Erzbischöflicher Orgelinspektor berät er Kirchengemeinden in allen Fragen des Orgelbaus. Aktuell begleitet Martin Dücker den Orgelneubau in der Christkönigskirche Eppelheim.



Sweet Sounds - keltische Lieder und barocke Sonaten

Sonntag, 21.Juli.2019 um 19.00 Uhr

Duo ,La Vignaʻ

Theresia Stahl, Blockflöten
Christian Stahl, Theorbe / Barocklaute

Ein Jurist aus Lucca in Schottland? Warum verläßt ein Mähre empört London? Ob Daniel Purcell wohl seinen Bruder Henry gemocht hat, in dessen Schatten er sein Leben lang stand? Viele dieser Fragen klären sich in diesem Programm, das Londoner Sonaten mit alten keltischen Liedern umrahmt.

Eine unveröffentlichte Liedersammlung des barocken Komponisten Francesco Barsanti (ca. 1690 - 1772) aus Schottland ("A Collection of Old Scots Tunes") (1742) bildet den Rahmen für dieses englisch-schottische Programm. Barsanti sammelte diese Lieder während seines langjährigen Aufenthaltes in Schottland und versah sie nach barocker Manier mit einer Generalbaßstimme. Im Kontrast dazu sind barocke Sonaten aus England von G.F. Händel, C. Dieupart und D. Purcell zu hören, die durch die typische Stilmischung französischer, englischer und deutscher Elemente der damals in London ansässigen ausländischen Komponisten sehr farbig erscheinen.

Foto: Christian Stahl

Das Duo ,La Vignaʻ musiziert seine spannungsgeladenen Interpretationen stets mit eleganter, tänzerischer Leichtigkeit. Die seltenen Instrumente Theorbe - das größte Instrument der europäischen Lautenfamilie - und virtuose Blockflöten wie die Voice-Flute oder Ganassi-Flöte zaubern einen „Klang, der die Seele berührt“.

Theresia Stahl ist gebürtige Dresdnerin. Sie studierte Diplommusikerziehung Blockflöte bei Prof. Christoph Huntgeburth an der Universität der Künste Berlin. Daran schloss sich ein künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Gerd Lünenbürger an. Während ihres Studiums nahm sie u.a. an Kursen bei Peter Holslag und Karel van Steenhoven teil.

Christian Stahl stammt aus Pforzheim im Schwarzwald. Er studierte klassische Gitarre an der Universität der Künste Berlin. Während seines Studiums nahm er mehrfach an Kursen des Lautenisten Nigel North teil. Anschließend studierte er bei Björn Colell und Frank Pschichholz „Alte Musik / Laute“ an den Hochschulen für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden und „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seitdem Zusammenarbeit u.a. mit Hans-Christoph Rademann, Niklas Trüstedt, Aufnahme mit dem “Neuen Bachischen Collegium”.



Böhmische und Deutsche Romantik

mit Werken von Anton Dvorak, Josef Gabriel Rheinberger und Johannes Brahms

Sonntag, 27.Oktober 2019 um 17.00 Uhr

Oliver May, Countertenor
Petra Fluhr, Oboe
Christian Schmitt, Orgel

Ein ungewöhnliches Programm in ebensolcher Besetzung, nämlich mit Werken böhmischer und deutscher Romantiker für Oboe und Orgel bzw. Gesang und Orgel. Die beiden Hauptkomponisten des Abends sind Josef Gabriel Rheinberger und Anton Dvorak.

Der 1839 in Vaduz (Liechtenstein) geborene Josef Gabriel Rheinberger war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Größe von europäischem Rang: Gesucht als Kompositionslehrer und geschätzt als Komponist, war der Professor am Münchner Konservatorium und als bayerische Hofkapellmeister prägend für eine Generation von Musikern. Im Bewusstsein blieb Rheinberger vor allem als Komponist von Orgelmusik und von geistlichen Werken. Im Konzert erklingen seine „Missa puerorum“ und seine für Oboe und Orgel. Auch Anton Dvorak hat für Gesang und Orgel komponiert, nämlich die Psalmlieder op.99.

Der Countertenor Oliver May wurde in Köln geboren. Musikstudium, Meisterkurse und Fortbildungen, unter anderem bei Paul Esswood an der Internationalen Händel-Akademie in Karlsruhe, sowie die Qualifikation beim Internationalen Belvedere-Wettbewerb in Wien ermöglichten den Beginn einer Opernkarriere, die an Häuser wie das Badische Staatstheater Karlsruhe, die Theater Trier, Görlitz und zahlreiche Opernfestivals führte. Darüber hinaus konzertiert er regelmäßig im In- und Ausland mit musikalischen Partnern wie der Mannheimer Hofkapelle, dem Heidelberger Kammerorchester, der Philharmonie Merck, L'Arpa Festante und dem Ensemble Cuvée. Außerdem wirkt Oliver May als Dozent für Gesang an der Hochschule für Musik in Mainz.

Petra Fluhr ist seit langem als Oboistin bei der Deutschen Staatsphilharmonie in Ludwigshafen beschäftigt und stark engagiert in Sachen klassische Kammermusik mit den Kammersolisten der Deutschen Staatsphilharmonie, dem Ensemble Cuvée und KLAZZIXX. Als Solistin ist sie im In- und Ausland tätig, häufig mit den beiden Partnern Oliver May und Christian Schmitt.

Christian Schmitt-Engelstadt, geboren in Ingelheim a. Rhein, ist Kantor und Organist an der Lutherkirche Worms. Von 2001 bis 2010 war er Lehrbeauftragter für Orgel an den Musikhochschulen Mainz und Frankfurt/Main. Er errang Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben: 1. Preis Concours d'orgue de Carouge (Genf) 1992 / 1. Preis und Sonderpreis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION) (Johann-Pachelbel-Preis) 1994 / 1. Preis Internationaler Orgelwettbewerb Gelsenkirchen 1996 / 2. Preis Concours Buxtehude Toulouse 1991 / 3. Preis Int. Orgelkonkurrence Odense(Dänemark) 1992 / Förderpreis der Musikhochschule Freiburg 1994 / Finalist im Mendelssohn-Wettbewerb Berlin 1995. Rundfunkaufnahmen entstanden beim SWF, beim BR und bei Radio Suisse Romande. Er spielte mehrere CD-Aufnahmen ein. Neben dem konzertanten Orgelspiel liegen weitere Schwerpunkte auf dem Spiel im Klaviertrio Trio circulo sowie in der Beschäftigung mit der Musikhistorie des Mittelrheins.



AUSSICHTEN

Sonntag, 17. November 2019 um 17.00 Uhr

Tilo Wachter, Hang und Stimme
  Daniel Gebauer, Alt-/Tenorsaxophon


Im Mai 2017 starteten Tilo Wachter und der in Lüneburg lebende Saxophonist Daniel Gebauer ihre Konzerttour "Aussichten“ in Müllheim-Baden.

Gemeinsam verweben sie in "Aussichten" mehrschichtige Melodien und fremd klingende Gesänge zu einer magischen Klangreise. Sie spannen akustische Räume auf, die jeder Zuhörer wie von selbst mit seinen ganz eigenen Gefühlen und inneren Bildern füllt. Die Stücke, die das Duo für vier Hang und Saxophon entwickelt hat, scheinen immer wieder anderen Landschaften und Kulturen zu entspringen – weit entlegen und doch ganz vertraut. In einem unverwechselbaren Stil entwickeln sich meditative Melodien zu einer virtuos perlenden Mehrstimmigkeit. Wie von Gipfel zu Gipfel über weite Täler gerufen: Daniel Gebauers heisere Saxophon Klänge im Dialog mit Tilo Wachters kraftvoll-archaischen Gesängen, die an Flamenco und alte persische Gesangstechnik erinnern.

Mit einem Besuch des Konzerts AUSSICHTEN können Sie eine Reise machen, von der sich viel erzählen ließe.

2008 konzertierte Daniel Gebauer zusammen mit der Organistin Elisa Wunderlich schon einmal in dieser Konzertreihe, damals mit seinem Programm "Soulfood - Church in Concert" [Mehr dazu ...].



Advents- und Weihnachtslieder aus aller Welt

Sonntag, 22. Dezember 2019 um 17.00 Uhr

Morning Star Singers

Felicity Hotasina, Kim Boyne, Otmar Wiedenmann-Montgomery, Thomas Steffen, Moritz Nocher, Simon Layer