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Neuregelung für das Abendmahl

»Das Abendmahl mit Wein und Traubensaft.«

Abendmahlskelche



Wir feiern in unserer Gemeinde das Abendmahl in der Regel mit Wein, auf Wunsch wird aber gerne Traubensaft gereicht.

 


Wein oder Traubensaft oder beides?

Ein EKD-Textauszug aus:
Das Abendmahl. Eine Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis des Abendmahls in der evangelischen Kirche
Vorgelegt vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland Gütersloher Verlagshaus 2003

3.5 Welche Gestalten der Elemente sind möglich?

Aus der zentralen Stellung der Einsetzungsworte folgt, daß von ihnen her zu entwickeln ist, was im Abendmahl nicht fehlen darf und was disponibel ist. Unverzichtbar ist, daß sich der gastgebende Christus ausweislich der Einsetzungsworte »durch sein verheißendes Wort mit Brot und Wein« (Leuenberger Konkordie, Abschnitt 18) schenkt, also die Schöpfungsgaben Brot und Wein schon durch ihre Erwähnung in den Einsetzungsworten zu einem evangeliumsgemäßen Abendmahl gehören. Nicht jedes Stück Nahrung ist dafür geeignet, Christi Leib und Blut gegenwärtig werden zu lassen. Die Frage, ob für diese Zwecke Weißbrot oder Oblaten und roter oder weißer Wein verwendet wird, sollte nicht zu einer theologischen Grundsatzfrage hochstilisiert werden. In der Regel sollte aber beim Abendmahl wegen der Bindung an die Einsetzungssituation Wein gebraucht werden und Traubensaft eine Ausnahme bleiben. Gemeinden, die neben dem Wein an bestimmten Sonntagen Traubensaft anbieten, damit keine Alkoholabhängigen gefährdet oder bloßgestellt werden, können sich auf das neutestamentliche Liebesgebot berufen (Texte aus der VELKD 8/1979, 7) und darauf, daß auch Traubensaft ein »Gewächs des Weinstocks« ist (Mt 26,29). Die Möglichkeit für Kinder, am Abendmahl teilzunehmen (dazu unten, S. 54), könnte ein weiteres Argument dafür sein, gelegentlich Traubensaft zu verwenden. Es dürfte schwerfallen, den Gemeinden und Gruppen, die gelegentlich Wein durch Traubensaft ersetzen, »eine dem Evangelium widerstreitende Abendmahlspraxis anzulasten« (ebd., 6). Eine andere Form ist die Kommunion unter einer Gestalt für einzelne Personen: Auch eine einzelne Gestalt des Abendmahls vermittelt die ganze Wirkung des Abendmahls (sogenannte communio sub una) und kann in begründeten Ausnahmefällen eine angemessene Lösung sein.

[Quelle: www.ekd.de/23819.htm]