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Die Sonntagsliturgie in der Pauluskirche

»„Was singen die denn da?“«

Stellen Sie sich vor, Sie kommen - im Urlaub vielleicht - irgendwo in einen evangelischen Gottesdienst. Schön ist es, immer mal was Neues kennen zu lernen, gewiss … schön aber auch, wenn man sich ein Stück weit zuhause fühlen kann, in vertrauten Gesängen und Ritualen.

Das ist in der Evangelischen Kirche nicht immer ganz einfach: Auch wenn Sie zu denen gehören, die vergleichsweise regelmäßig zum Gottesdienst gehen, kann es sein, dass Ihnen manches andernorts reichlich fremd vorkommt und Sie sich in der Tat fragen: „Was singen die denn da?“. Tatsächlich gibt es landauf, landab sehr verschiedene Traditionen und Weisen, die Sonntagsliturgie zu feiern. Unter der Grundstruktur: Eröffnung und Anrufung/Verkündigung und Bekenntnis/ (Abendmahl)/Sendung und Segen haben die verschiedenen Landeskirchen ihre Ordnungen verfasst, die die verschiedenen Gottesdienstformen beschreiben, je nach Prägung: lutherisch, reformiert oder uniert.

Aber nicht nur das: gewachsene Unterschiede gibt es auch zwischen den einzelnen Gemeinden in einer Landeskirche. Die letzte Liturgiereform 1995 hat darauf explizit Rücksicht genommen und, innerhalb eines einheitlichen Rahmens, die Grenzen weit gesteckt.

Soweit zum Allgemeinen. Konkret und vor Ort führen uns alle Jahre wieder die neuen Konfirmanden vor Augen, wie wenig selbsterklärend unsere Gottesdienste sind: „Warum stehen die alle auf? Was singen die da? Wo steht das denn?“. Auch erleben wir die Orientierungslosigkeit derer, die nicht regelmäßig dabei sind. Das ist schade und entspricht nicht unserem Selbstverständnis einer einladenden und offenen Gemeinde, zu der Menschen von nah und fern dazu kommen können und willkommen sind.

Zeit also für eine Antwort auf das: „Was singen die denn da?“- ein Faltblatt zur Gottesdienstordnung ist es geworden, das jetzt in der Kirche ausliegt, ein Wegweiser durch die Texte und Melodien der liturgischen Stücke. In langen Sitzungen hat die Gottesdienstgruppe der Gemeinde diese Ordnung erstellt, über manchen Begriff neu nachgedacht: sagen wir z.B. Austeilung oder Kommunion, heißt es „und mit deinem - oder und mit seinem Geist? - Manches wurde neu bewusst. Es war eine lohnende Auseinandersetzung, die nun, in eine ansprechende Form gebracht, allen im Gottesdienst zugänglich ist.

So hoffen wir, dass sich alle - auch Urlaubsgäste - die zum Gottesdienst kommen, darin willkommen und ein Stück weit „zuhause“ fühlen können.

Gottesdienstordnung - Sonntagsliturgie

Gottesdienstordnung_Ansichtsversion.pdf