Herzlich willkommen!
  sitemap  |  impressum  |  login  
Offene Kirche
Flüchtlingshilfe
Nachrichten
Vorschau
Oekumene
Stellenausschreibung
Der Online-Tipp




Abendmusik zur Passion

»Den Leidensweg Jesus in Musik und Worten nachempfunden.«

In der Passionszeit gedenkt die evangelische Kirchengemeinde Eppelheim mit „Abendmusiken zur Passion“ des Lebens und Leidens von Jesus. In Form von Liedern, Instrumentalmusik und ausgesuchten Texten wird daran erinnert, was Gottes Sohn in den letzten Tagen und Stunden seines Lebens erlebt und erlitten hat.

In der Pauluskirche bietet Organist Peter Rudolf seit vielen Jahren Gemeindemitgliedern und Gästen diese Möglichkeit, sich mit Musik und Texten mit der Leidenszeit Jesu Christi auseinanderzusetzen. In den vier Wochen vor dem Osterfest gibt es jeden Mittwoch eine rund einstündige Andacht mit Musik und Texten mit wechselnder Besetzung. Als Organist ist Rudolf für die musikalische Ausrichtung und Besetzung zuständig. Bei der letzten Abendmusik vor dem Osterfest waren Pfarrerin Sibylle Rolf aus Oftersheim und Barbara Obert, Musiklehrerin an der Musikschule Schwetzingen, zu Gast.


Geboten wurden von Barbara Obert Musikstücke für Oboe oder Englisch Horn. Peter Rudolf übernahm die Begleitung am Cembalo oder Klavier und bot auch Solostücke an diesen beiden wohlklingenden Instrumenten. Die beiden Musiker wussten mit ihren Darbietungen die Seele zu berühren. Die Besucher lauschten und jeder durfte seine eigene Gedankenreise antreten. Das Licht in der Kirche war bewusst sparsam gewählt worden. Hellen Schein boten die vier Altarkerzen.

Es erklangen Werke für Oboe und Basso continuo der großen Komponisten Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann, und Robert Schumann. Von Johann Sebastian Bach bot Peter Rudolf am Cembalo ein „Dreistimmiges Ricercare“ aus dem „Musikalischen Opfer“. Zwei Klavierstücke zum Innehalten hatte er mit „Sicilienne“ von Gabriel Fauré und „Gymnopedie No. 2“ von Erik Satie ausgewählt.

Eingebettet in diese sehr gelungene Passionsmusik las Prof. Dr. Sibylle Rolf, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Oftersheim, Texte, die zum Innehalten und Nachdenken anregen. In der Geschichte „Ich muss da wieder rauf“ erinnerte sie aus der Sicht Jesus an Leid und Schmerz in der Welt. Viel zu wenig komme davon ans Licht, viel zu wenige schauen hin. „Darum muss ich wieder ans Kreuz, damit dies alles wieder sichtbar gemacht wird, damit die Menschen wieder das Leiden sehen.“ Gedanken zum Thema „Kreuze“ hatte sie mitgebracht. Sie machte daran deutlich, wie vielen Kreuzen man in seinem Leben begegne, wie viele Lebenslinien sich durchkreuzen. Das Kreuz stehe jedoch nicht nur für Gewalt, es sei auch ein Lebenszeichen, das Kraft schenke und Mut mache. An die Kreuzigung Jesus und dessen letzte Worte erinnerte sie in der Lesung „Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Mitgebracht hatte sie auch ein Passionsgedicht von Eva Zeller. Zum Abschluss der in Worte gefassten Gedanken zur Passionszeit hatte Pfarrerin Sibylle Rolf aus den Schriften des evangelisch-lutherischen Theologen Werner Jetter „Das Kreuz erzählt eine Geschichte“ ausgewählt.

Sabine Geschwill

Foto: Geschwill Presseservice