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Mit dem Kreuz auf den Schultern durch die Stadt

»Konfirmanden gingen die Kreuzweg-Stationen nach«

Beim Jugendkreuzweg trugen sie ein Holzkreuz auf ihren Schultern und schritten damit schweigend durch die Stadt. Fünf Stationen hatte Pfarrerin Cristina Blázquez zusammen mit Max Kirschenlohr und weiteren Jugendteam-Mitarbeitern vorbereitet. Es wurden an den verschiedenen Orten Szenen gespielt, Lieder gesungen und Gebete gesprochen.

Für die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinden Eppelheim und Plankstadt war es ein echtes Nachfühlen und Nacherleben der letzten Tage Jesu auf Erden.




An jeder Station wurden Holztafeln mit negativen Begriffen wie Gewalt, Verrat, Selbstüberschätzung und Eigenlob ans Kreuz genagelt. Konfirmanden und Besucher hatten zudem die Möglichkeit, eine Last von sich zu nehmen. Sie konnten eine schlechte Eigenschaft auf ein Stück Holz schreiben und dies am Kreuz befestigen.

„Der Karfreitag ist der traurigste Tag im Kirchenjahr. Es ist der Todestag Jesu“, machte Pfarrerin Blázquez deutlich. „Wir erinnern heute an seine letzten Tage und sein Leiden und wollen dem nachgehen, was damals geschah.“




In der katholischen Josephskirche wurde das letzte Abendmahl nachgestellt. Die Jugendteammitarbeiter übernahmen die Rollen von Jesus und seinen Jüngern. Auf den Treppenstufen zum Altar lag schon das Holzkreuz bereit, das dann abwechselnd von den Konfirmanden von Station zu Station getragen wurde.




Im Garten des evangelischen Kindergartens Scheffelstraße erlebten die Kreuzweggänger den Verrat und die Verhaftung Jesus.





Im Innenhof der evangelischen Pauluskirche wurde die Verleumdung durch Petrus nachgestellt. Auf dem Parkplatz hinter der Kirche kam es zur Verurteilung durch Pontius Pilatus.

Die Kreuzigung wurde in der Pauluskirche in eindringlicher Weise mit Worten und Szenen nachempfunden. Beim Betreten der Kirche waren Herztöne zu hören. Um die Dramatik der Kreuzigung nachzustellen wurden drei Nägel ins Holzkreuz geschlagen und ein Schild mit der Aufschrift „INRI“ befestigt. Beim letzten Atemzug Jesus wurde ein Tongefäß zerschlagen und die noch lange nachwirkenden Worte „Wahrhaftig, dieser Mensch ist Gottes Sohn!“ gesprochen.



Sabine Geschwill

Fotos: Geschwill Presseservice