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Kinder feierten Stallweihnacht im Kuhstall zwischen Heu und Stroh

»Durch dieses Kind kommt Frieden auf Erden «

Die Stallweihnacht der evangelischen Kirchengemeinde erlebte kurz vor Heiligabend einen Besucheransturm wie noch nie. Der große Kuhstall auf dem Bauernhof von Familie Treiber reichte bei weitem nicht aus, um allen einen Platz bieten zu können. Selbst vor den Stalltüren wurde es eng. Für die jüngsten Besucher waren allerdings Plätze reserviert. Sie saßen ganz nah am Geschehen auf Stroh gebettet im Kuhstall und verfolgten mit großen Augen die kindgerechte Aufführung.



Wie jedes Jahr hatte die evangelische Kirchengemeinde zur Stallweihnacht auf den Milchbauernhof der Familie Treiber am Brunnenweg zwischen Eppelheim und Plankstadt eingeladen. „Zwischen Heu und Stroh“ konnten alle Kinder bis drei Jahren unabhängig ihrer Konfession mit ihren Begleitpersonen die Weihnachtsgeschichte erleben und dem Geheimnis der Geburt Jesu auf die Spur kommen. Bei diesem besonderen Weihnachtsgottesdienst werden Lieder, einfache Gebete und ein kleines Krippenspiel geboten. Selbst für Babys gibt es da schon viel zu schauen und zu bestaunen. Nicht nur die kleinsten Eppelheimer waren mucksmäuschenstill und lauschten andächtig der Aufführung, sondern auch die Kühe mit ihren Kälbern waren ganz brav und kauten leise ihr Heu aus ihren Futtertrögen.



Pfarrer Detlev Schilling gestaltete zusammen mit seiner Frau Annette, den Konfirmanden und Konstantin Strunz an der Gitarre die Stallweihnacht mit Worten und Musik. Die Weihnachtsgeschichte wurde für die Kleinsten in Kurzfassung als kleines Krippenspiel von Eppelheimer Konfirmandinnen und Konfirmanden aufgeführt - und das ganz echt wie damals in einem Stall. Pfarrer Schilling führte als Erzähler durch die kindgerecht dargestellte Geschichte, die mit der Verkündigung des Engels begann und der Geburt des Christkindes endete. Die kleinen Besucher erlebten hautnah wie Maria ein Engel erschien und ihr offenbarte, dass sie bald ein Kind bekommen werde, das man Gottes Sohn nennen wird. „Gott sendet ihn als Retter der Welt“, verkündete ihr der Engel. Es wurde die strapaziöse Reise zur Volkszählung nach Bethlehem und die schwierige Herbergssuche der hochschwangeren Maria und ihrem Mann Josef nachgestellt. Und die jungen Besucher erlebten die Erscheinung der Engel bei den Hirten auf dem Feld, die ihnen Großes verkündeten: „Durch dieses Kind kommt Frieden auf Erden.“ Schnell machten sich die Hirten auf die Suche nach diesem besonderen Kind und fanden es in einer Krippe gebettet in einem ärmlichen Stall. Zwischen den einzelnen Szenen stimmten die Besucher Weihnachtslieder an. Am Schluss gab es noch Fürbittgebete und den Segen.



Nach dem Gottesdienst waren alle Besucher im Kuhstall zu heißen Getränken und Weihnachtsgebäck eingeladen. Die Kinder konnten den Stall erkunden und die braven Vierbeiner mit Streicheleinheiten versorgen.

Sabine Geschwill

Fotos: Geschwill Presseservice