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Wanderaltar macht Rast in Eppelheim


Seit 2012 ist er unterwegs, der transportable Altar, initiiert von Pastoralreferent Hermann Bunse, gestaltet und errichtet mit dem Künstler Bernhard Apfel und Insassen des Heidelberger Gefängnisses. “Schuld und Sühne“ – ein großes Thema wird ins Bild und auch ins Wort gesetzt, bewegt und auf Reisen geschickt: In immer anderen Kirchen macht der Wanderaltar Rast und verändert den Raum und die Perspektive der Betrachter.

Seit dem 29. Oktober 2017 ist er in der Eppelheimer Pauluskirche zu Gast. Dabei mag er verwundern, begeistern, irritieren, gefallen, erschrecken, in Staunen versetzen, zum Widerspruch reizen – auf jeden Fall wird er wirken! Vielleicht auch auf Sie? Kommen Sie gerne vorbei, in unseren Gottesdiensten oder zu Öffnungszeiten der Kirche und sehen Sie selbst!

Im ausliegenden Gästebuch ist Gelegenheit, Ihre Eindrücke mitzuteilen.




Wie eine große Monstranz wirkt der Flügelaltar von Bernhard Apfel. Er zeigt die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Johannes und bildet so ein Grunddatum christlicher Verkündigung ab. Bernhard Apfel ist ein fantastischer Künstler und Mensch, der seine Bildwerke ganz merkwürdig arrangiert und verschiedenste Materialien und Utensilien verwendet. Da wundert es nicht, wenn zwei überdimensionierte Füße ins Auge springen, als ob die Füße des Gekreuzigten aus dem Isenheimer Altar dreidimensional geworden wären und damit das Thema Schuld und Sühne unausweichlich anstünde. Ein anderes Paar Füße schwebt dagegen schon über dem Grab und kündet eine neue Wirklichkeit bei Gott an. Die acht Tafeln des Altars lassen sich drehen. Auf der Rückseite geben Gefangene der Heidelberger Haftanstalt durch Worte und Zeichen Signale. Sie zeigen ihre Auseinandersetzung mit der persönlichen Schuld im Kontext der biblischen Botschaft.

Für die Betrachterin, den Betrachter heißt das: auf Entdeckungsreise zu gehen. (Hermann Bunse)