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Zweiter Teil der Orgelsanierung wird in Angriff genommen

»Einnahmen aus der „Nacht für die Orgel“ am 22. Juli 2017 dienen der Finanzierung«

Eine umfassende Orgelsanierung kostet eine Menge Geld. Die evangelische Kirchengemeinde kann davon gerade ein Liedchen singen. Das Thema hatte lange den Kirchengemeinderat beschäftigt, ehe dieser sich dafür entschied, die Orgel in ihrer bisherigen Funktion und in einem finanziell vertretbaren Rahmen durch zwei zeitlich voneinander unabhängige Teilsanierungen erhalten zu wollen.

Die Orgel der Pauluskirche, erbaut von der Firma Steinmeyer, ist ein klangliches Unikat. In der im Jahr 1954 eingeweihten Orgel fanden sowohl hochwertige Pfeifen als auch robuste Materialien ihrer deutlich kleineren Vorgängerorgel Verwendung. Das macht ihr Innenleben so besonders. Auch der Spieltisch, die Schaltzentrale der Orgel, ist eine sehr hochwertige und beeindruckende Anlage, die nach 60 Jahren noch anstandslos funktioniert, jedoch sicherheitsrelevante Mängel aufwies. Die erste Teilsanierung, die im letzten Jahr in Angriff genommen wurde und rund vier Monate dauerte, wurde von der Orgelbaufirma Rensch aus Lauffen am Neckar vorgenommen. Die Kosten von rund 70 000 Euro konnten dank vieler Spenden und durch Zuschüsse komplett gedeckt werden. „Ihre bisherige Unterstützung hat uns ermutigt, alles Weitere jetzt anzugehen“, teilte Pfarrerin Cristina Blázquez mit.

Die Fortsetzung der Orgelsanierung ist nun im Herbst 2017 geplant. Im anstehenden zweiten Teil der Sanierung werden die Kosten ebenfalls rund 70 000 Euro betragen. Nach Abzug der Zuschüsse müsste die Kirchengemeinde noch 58 000 Euro selbst aufbringen. Das kann sie zwar auch, da sie zur Deckung der Kosten auf ihre vorhandenen Rücklagen zurückgreifen kann. Doch damit wären diese dann aufgebraucht. „Wir hoffen auf ihre Unterstützung und sind zuversichtlich, die Rücklagen alsbald wieder auffüllen zu können“, hoffte Cristina Blázquez. Schon im letzten Jahr hatte man als gute Idee und als Spendenauftakt zur Finanzierung der Sanierungskosten eine „Nacht für die Orgel“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde diese schöne musikalische Veranstaltung für den guten Zweck einfach fortgesetzt.

Eröffnung mit dem Jugend-Posaunenchor

Die in Eppelheim kirchenmusikalisch Tätigen beteiligten sich an der zweiten Orgelnacht mit vielen musikalischen Beiträgen im Gemeindehaus und in der Pauluskirche. Außerdem konnten sich die Besucher an Ausstellungswänden über die anstehenden Maßnahmen informieren. Pfarrerin Blázquez erläuterte das Wichtigste und Organist Peter Rudolf bot für alle Interessierten eine „Klingende Orgelführung“ an. Zu den Maßnahmen des zweiten Teils der Orgelsanierung gehören die Überarbeitung und Erneuerung von 1787 pneumatischen Bauteilen. Dabei geht es um Taschenventile und Membranen im Haupt- und Schwellwerk der Orgel, aber auch um die Windladen und Registerbälgchen. Zudem steht eine Hauptausreinigung, Instandsetzung, Nachintonation und klangliche Überarbeitung an. Dazu gehört auch die Umintonation verschiedener Register. Als Krönung der Sanierungsmaßnahmen erhält die Orgel ein neues Register, eine Oboe 8‘, die das Klangspektrum strahlend erweitern und sinnvoll ergänzen soll. Dieses soll anstelle des Krummhorns 8‘ im Schwellwerk erklingen. Das Krummhorn wird zum Pedalregister und ersetzt dort das defekte und ungenutzte Singend Cornett 2‘.

Péter Jáka-Sövegjártó (Bassposaune) und Peter Rudolf (Orgel)

An der „Nacht für die Orgel“ beteiligte sich der Jugendposaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Andreas Unglaube. Péter Jáka-Sövegjártó und Peter Rudolf boten an Bassposaune und Orgel ein kleines Konzert. Felicity Hotasina konnte man unter dem Titel „Klavier für Eine“ erleben. Mit ihren Stimmen gefielen Josefa Kreimes und Michael Leideritz zusammen mit Peter Rudolf am Klavier. Der Singkreis hatte unter der Leitung von Otmar Wiedenmann-Montgomery einen Auftritt. Diana Disterheft und Cristina Blázquez musizierten mit ihren Altblockflöten. Otmar Wiedenmann-Montgomery und Tatjana Kontorovich boten „Klavier für Zwei“. Und mit Cristina und Merle Blázquez musizierten Mutter und Tochter im Gemeindesaal. Den musikalischen Abschluss der Orgelnacht durfte Peter Rudolf mit Orgelmusik in der Pauluskirche übernehmen. Zum Verweilen luden eine Cocktailbar im Innenhof des Gemeindehauses und eine Weinstube im Kirchgarten ein. Beides wurde vom Kirchenchor betreut.

Sabine Geschwill

Foto: Geschwill Presseservice