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Jugendkreuzweg erinnerte an Leiden und Sterben Jesu

Mit einem ökumenischen Jugendkreuzweg wurde an Karfreitag an das Leiden und Sterben Jesu erinnert. Konfirmanden, interessierte Jugendliche und Erwachsene waren dazu eingeladen. Pfarrerin Cristina Blázquez, Armin Bernt und die Jugendmitarbeiter der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde hatten fünf Stationen vorbereitet, an denen durch Gebete, Lieder, Lesungen und Szenen die letzten Tage und Stunden Jesus nachgestellt und der Leidensweg nachempfunden wurde.



Der Kreuzweg begann in der kleinen Josephskirche an der Hauptstraße. Dort machte Pfarrerin Blázquez darauf aufmerksam: "Der Karfreitag ist für Christen der traurigste Tag im Kirchenjahr. Es ist der Todestag Jesu." Auch heute hätten Menschen schwere Wege zu gehen, "schwere Lasten" und "ihr Kreuz" zu tragen. Mit dem Jugendkreuzweg erinnere man nicht nur an das Leiden und den Tod Christi, sondern verbinde diese Geschichte auch mit dem Heute, erklärte Blázquez. Sie erinnerte an die Gewalt, die Jesu vor 2000 Jahren angetan wurde, aber auch an Gewalt und Opfer der jüngsten Terroranschläge in Berlin, Stockholm und Ägypten.



In der Josephskirche wurde als erste Station des Leidensweges die Szene "Das letzte Abendmahl" gezeigt. Jugendmitarbeiter der beiden Kirchengemeinden waren in die Rollen von Jesu und seinen Jüngern geschlüpft. Auf den Treppenstufen zum Altar lag schon das Holzkreuz bereit, das von Station zu Station getragen wurde. Mit Hammer und Nägeln konnte man Holztafeln anbringen, um seine Last abzuladen. Die negativen Eigenschaften "Eigenlob" und "Selbstüberschätzung" wurden zuerst auf das Kreuz genagelt. An jeder Station wurde das Kreuz mit neuen Holztafeln bestückt. Um nachzuspüren, wie sich Jesus gefühlt haben mag, schulterten die Konfirmanden das Kreuz und brachten es zur nächsten Station. Angelina, Alexa, Jana und Evelyn gehörten zu den Ersten, die diese besondere Aufgabe übernahmen. "Unterwegs haben wir das zu verdauen, was wir an der Station vorher erlebt haben", wurde während des Aufbruchs deutlich gemacht.







Im evangelischen Kindergarten Scheffelstraße wurde die Szene mit Jesu und seinen Jüngern im Garten Gethsemane nachgestellt. Dazu gehörten auch der Verrat durch Judas, sowie die Gefangennahme Jesus. Auf der Wiese an der evangelischen Pauluskirche wurde die "Verleugnung des Petrus" gezeigt. Auf dem Parkplatz an der Kirche erlebte man hautnah "Prozess und Verurteilung" mit.

Schließlich wurde in der Pauluskirche als letzte Station in bedrückender Form die Kreuzigung Jesus nachgestellt. Es wurden seine letzten Worte verlesen. Dazu wurden Herztöne eingespielt, die immer leiser wurden...

Sabine Geschwill

Fotos: Geschwill Presseservice