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Orgel in der Pauluskirche erhält Teilsanierung

»Historischer Orgeltisch kann funktionstüchtig erhalten werden / Bazarerlös dient der Finanzierung«

Die Orgel an der Pauluskirche ist in die Jahre gekommen und benötigt in einem ersten Schritt eine dringende elektrotechnische Sanierung.

Im Zuge anstehender Arbeiten in der Pauluskirche kamen im Jahr 2014 einige sicherheitsrelevante Aspekte zur Sprache, die unter anderem das Geländer der Empore in der Kirche betrafen. In seiner bestehenden Form sei es zu niedrig dimensioniert, hieß es. Da das Rückpositiv der Orgel Teil der Emporen-Brüstung ist, wurde ein Orgelsachverständiger eingeschaltet. So wurde der Blick auch auf das Innenleben der Orgel und die sicherheitsrelevanten Mängel gelenkt. Hernach begann ein langwieriger Entscheidungsprozess auf der Suche nach sinnvollen Schritten und Maßnahmen zur Orgelsanierung für die Kirchengemeinde.

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Die Orgelsanierung wurde zur großen Herzensangelegenheit für alle. Das machten Pfarrerin Cristina Blázquez und Organist Peter Rudolf in einem Gespräch deutlich. Das Thema hatte lange den Kirchengemeinderat beschäftigt, ehe dieser sich dafür entschied, die Orgel in ihrer bisherigen Funktion und in einem finanziell vertretbaren Rahmen durch zwei zeitlich voneinander unabhängige Teilsanierungen erhalten zu wollen.

Die Orgel der Pauluskirche, erbaut von der Firma Steinmeyer, ist ein klangliches Unikat. In der im Jahr 1954 eingeweihten Orgel fanden sowohl hochwertige Pfeifen als auch robuste Materialien ihrer deutlich kleineren Vorgängerorgel Verwendung. Das macht ihr Innenleben so besonders. Auch der Spieltisch, die Schaltzentrale der Orgel, ist eine sehr hochwertige und beeindruckende Anlage, die nach 60 Jahren noch anstandslos funktioniert, jedoch sicherheitsrelevante Mängel aufweist.



Mit der ersten Teilsanierung, die rund vier Monate in Anspruch nehmen wird, wurde von der Orgelbaufirma Rensch aus Lauffen am Neckar bereits begonnen. Vornehmlich geht es um den Austausch alter elektrischer Leitungen und Schalter und verschiedener Verschleißteile. Die Orgel erhält einen neuen Motor. Bisher war dieser auf dem Dachboden platziert und dort schwankenden Temperaturen und Schmutz ausgesetzt. Jetzt wird er ersetzt und im Innern der Orgel untergebracht. Außerdem wird das Rückpositiv instandgesetzt und der Orgeltisch mit seinem historischen, elektrotechnischen Kern generalüberholt. Dieser erhält dann einen neuen Platz mittig auf der Empore, um dem Organisten einen besseren Sichtkontakt zu Chor- und Altarraum zu ermöglichen. Auf Orgelmusik bei Gottesdiensten und Hochzeiten muss derzeit nicht verzichtet werden. Peter Rudolf spielt während dieser ersten Sanierungsphase auf einer kleinen, seitlich im Kirchenraum platzierten Ersatzorgel. Die zweite Sanierungsphase der Orgel soll mit der Innenrenovierung der Kirche in den nächsten Jahren folgen.



Jede der Teilsanierungen wird rund 67 000 Euro kosten, machte Pfarrerin Blázquez deutlich. Die Stadt unterstützt das Vorhaben der evangelischen Kirchengemeinde mit 10 000 Euro und auch die Badische Landeskirche wird die elektrotechnische Sanierung bezuschussen. Die Kirchengemeinde hat bereits mehrere private Spenden mit dem Verwendungszweck "Orgelsanierung" erhalten. "Das Interesse der Eppelheimer an ihrer Orgel ist groß", lobte Pfarrerin Blázquez. Auch der Posaunenchor hilft mit: der Erlös aus dem Verkauf seiner sehr hörenswerten CD stellt er der Orgelsanierung zur Verfügung. Dennoch wird ein großer Geldbetrag an der Kirchengemeinde hängen bleiben. Daher dient auch der Erlös des zweitägigen Bazars der Finanzierung der beiden Teilsanierungen der Pauluskirchenorgel. Als weitere Aktion zur Finanzierung findet am 23. Juli eine "Nacht für die Orgel" mit Musik, Speis und Trank rund um die Pauluskirche statt.

Sabine Geschwill

Fotos: Geschwill Presseservice