Foto: Geschwill Presseservice

»„Kirchliche Sozialstation“ und „Selbständig Wohnen Heidelberg“ fusionieren. Ein Beriucht von Sabine Geschwill«
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Der Kooperationsvertrag ist unterzeichnet: die „Kirchliche Sozialstation Eppelheim“ und der überwiegend im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund tätige Verein „Selbständig Wohnen Heidelberg“ haben ihre beiden Pflegedienste zusammengelegt, um nach intensiven Vorbereitungen zum 1. Januar 2012 eine zukunftssichere und qualifizierte Alten- und Krankenpflege vor Ort anbieten zu können.
Die „Kirchliche Sozialstation Eppelheim“ nahm im April 1979 ihre ökumenisch ausgerichtete Arbeit auf. Der gemeinnützige Verein „Selbständig Wohnen Heidelberg“ wurde 1993 gegründet, um Menschen auch in hohem Alter und Krankheit das selbstständige Wohnen im eigenen Zuhause möglich zu machen.
Als im Frühjahr bei der „Kirchlichen Sozialstation“ gleich mehrere Mitarbeiter fast zeitgleich wegen Krankheit ausgefallen waren, konnte „Selbständig Wohnen Heidelberg“ schnell qualifizierte personelle und organisatorische Hilfe leisten. Mitte Februar 2011 begann die konkrete Zusammenarbeit beider Stationen. Den personellen Ausfall in Eppelheim konnten Pflegekräfte von „Selbständig Wohnen“ ausgleichen, die Pflegedienstleitung wurde für beide Stationen von „Selbständig Wohnen Heidelberg“ übernommen, ebenso einige Patienten.
Um die Kooperation auf eine feste Basis zu stellen, erarbeitete der evangelische Kirchengemeinderat eine neue Satzung für den Betrieb der neuen Sozialstation. Die Entscheidungsgremien der künftigen Kooperationspartner entwarfen einen Kooperationsvertrag. Damit erweitert die „Kirchliche Sozialstation“ im 32. Jahr ihres Bestehens ihren bisher auf Eppelheim beschränkten Aktionsradius. Ziel dieser Kooperation ist es, die Zukunftsfähigkeit beider Einrichtungen in einer gemeinsam geführten Station unter dem Motto „Gemeinsam geht es besser“ zu sichern. Die beiden Pflegedienste werden von Eppelheim aus ihre Tätigkeiten für pflegebedürftige und kranke Menschen ausüben.
Pfarrer Michael Göbelbecker als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Eppelheim, sein katholischer Kollege Johannes Brandt, sowie der ehemalige Pfaffengrunder Pfarrer Wolfgang Burkhardt als Vorstandsvorsitzender des Vereins „Selbständig Wohnen“ konnten dieser Tage die Kooperationsvereinbarung unterschreiben.
Mit Andreas Burkhardt wird die „Kirchliche Sozialstation“ einen Geschäftsführer erhalten, der von der bisherigen Verwaltungsleiterin Monika Knecht unterstützt wird. Die Pflegedienstleitung wird von Sabine Ljustaku übernommen, die seit Mitte Februar beide Stationen führt. Unterstützt wird sie von Anita Gerster. Die Arbeit der „Kirchlichen Sozialstation“ wird künftig durch einen Beirat begleitet, in dem der Träger „Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim“, die Kooperationspartner „Katholische Pfarrgemeinde Eppelheim“ und „Selbständig Wohnen Heidelberg e.V.“ vertreten sind. Bei der „Kirchlichen Sozialstation Eppelheim“, die zunächst mit dem Zusatz „mit Selbständig Wohnen Heidelberg“ auftreten wird, werden künftig 25 Altenpflegerinnen und Krankenschwestern, Aushilfskräfte sowie vier Auszubildende mit 13 Stationsfahrzeugen in Eppelheim und dem Pfaffengrund unterwegs sein. Integriert in die Sozialstation sind auch die Bereiche „Nachbarschaftshilfe“, „Alltagshilfen“, „Demenzbetreuung“ und „Betreutes Wohnen“.
Bei der Vertragsunterzeichnung zeigte sich Pfarrer Göbelbecker glücklich über den nun gemeinsam beschrittenen Weg, der aus der Not heraus geboren wurde und Mut erforderte. Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit von Beirat Klaus Preuß. Er habe mit großem Zeiteinsatz, Ideen und Beharrlichkeit den Weg für eine Kooperation geebnet und Türen geöffnet. Bürgermeister Dieter Mörlein stellte seine Idee einer zentral gelegenen Sozialstation vor, die möglicherweise schon in naher Zukunft im Stadtkern zusammen mit einer Anlage für „Betreutes Wohnen“ entstehen könnte.
Sabine Geschwill