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Für Sozialwaisen Erbsensuppe und Gebasteltes verkauft

»Adventsbazar der Evangelischen Kirchengemeinde / Erlös geht an Internat für Sozialwaisen auf der Krim«



Ein großartiges Miteinander konnte man beim Adventsbazar der Evangelischen Kirchengemeinde am 26. November 2011 beobachten. Alle in der Kirche aktiven Generationen packten mit an und stellten ihre Arbeitskraft für den guten Zweck zur Verfügung. Der Erlös des Adventsverkaufs wird wieder dem Internat für Waisen und Sozialwaisen auf der Krim zur Verfügung gestellt werden.

Vor einigen Jahren war Christa Schönrich als sozial engagiertes Kirchenmitglied auf das Internat in Bachtschissaraj aufmerksam geworden. 160 Kinder und Jugendliche leben dort und werden unterrichtet. Die hygienischen Verhältnisse und Lebensbedingungen des Internats waren verheerend. Schönrich konnte die Evangelische Kirchengemeinde als Unterstützer gewinnen. Seither geht der Verkaufserlös nach Bachtschissaraj.



Gerade erst hatten Pfarrer Michael Göbelbecker, Kirchengemeinderat Martin Gramm und Hellmut Vogeler von der Männerrunde das Internat für Sozialwaisen besucht. Sie konnten sich bei ihrem dreitägigen Aufenthalt davon überzeugen, was bisher mit den Geldspenden der Evangelischen Kirchengemeinde saniert werden konnte. „Die Kinder leben dort in schlechten Verhältnissen. Aber sie sind auf einem guten Weg“, erfuhr man von Martin Gramm. Dank dem Geld aus Eppelheim konnte die alte Toilettenanlage komplett saniert werden. Ebenso wurde der Sanitärbereich bei den Schlafräumen renoviert. Für die Internatsküche konnten neue Geräte angeschafft werden. Mit dem Erlös aus dem Adventsbazar 2011 soll die Krankenstation renoviert und erstmals mit einem Sanitärbereich ausgestattet werden. Bisher müssen kranke Kinder einen weiten Weg über den Hof zurücklegen, wenn sie zur Toilette müssen. „Das sind unhaltbare Zustände, die unbedingt abgestellt werden müssen“, betonte Gramm. Angedacht ist im nächsten Jahr eine Gemeindereise auf die Krim, verbunden mit einem Besuch des Internats.





Damit der Adventsbazar ein Erfolg werden konnte, brauchte es viele helfende Hände. Vor der Pauluskirche und im evangelischen Gemeindehaus waren verschiedene Verkaufsstände aufgebaut. Es wurden Glühwein, hausgemachte Erbsensuppe, Kuchen und frische Waffeln verkauft. Verschiedene weihnachtliche Basteleien wurden angeboten, ebenso frisch gebundene Adventskränze. Sie waren im Nu ausverkauft. Erstmalig wurde der Jubiläumskalender „200 Jahre Pauluskirche“ angeboten. Im Gemeindehaus gab es einen Bücher-, Haushaltsartikel- und Kleiderflohmarkt, einen Stand mit „Eine-Welt-Produkten“ sowie handgeschnitzte Krippenfiguren und Handarbeiten des Werkkreises.





Ulla Nofer vom Pfarramtssekretariat hielt die organisatorischen Fäden in den Händen. Sie war voll des Lobes über die gute Zusammenarbeit aller Gruppen. Ihr herzlicher Dank galt allen Kuchenbäckerinnen und den vielen Flohmarktspendern aus der Kirchengemeinde.

Sabine Geschwill
Fotos: Geschwill Presseservice