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Mehr über den Reformator erfahren

»Atempause zum Reformationstag. Ein Bericht von Sabine Geschwill«

Mehr über das Leben des Reformators Martin Luther erfahren konnten die Besucher der Atempause am 30. November 2011 in der evangelischen Pauluskirche.

Während Kirchengemeinderat Lutz Pfaff auf der Predigerkanzel im Talar den Reformator mimte und mit Luthers Worten sprach, hatte das Gottesdienstteam für die Atempause-Besucher etliche Mitmach-Stationen vorbereitet. Dort konnte man viel über den 1483 in Eisleben geborenen Reformator erfahren: bei einem Fragespiel ging es um Luthers Leben als Mönch und Theologe. Dazu gab es eine Landkarte mit den Aufenthaltsorten Luthers.



Unter dem Titel „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ war gefragt: „In welcher Situation erlebe ich mich unfrei?“ und „Was macht mich frei?“

Bei der Station „Luthers Thesen - und wir heute?“ lagen Hammer, Nägel und viele Papierstreifen zum Notieren vieler persönlicher Forderungen bereit, die anschließend an zwei hohen „Eppelheimer Thesentafeln“ angebracht werden konnten. Einige der aufgestellten Thesen lauteten: „Gott soll auch außerhalb der Kirche erlebbar sein“ und „Gottesdienstliche Formen sind nicht beliebig, aber sie müssen flexibel sein“.



In Anlehnung an Luthers Bibelübersetzung war man eingeladen, mit Feder und Tinte einen Psalm abzuschreiben. Ein paar Schritte weiter konnte man sich Bilder und Zitate von Martin Luther anschauen. Eine Lutherrose zum Ausmalen und die kritische Betrachtung des Lutherliedes „Ein feste Burg ist unser Gott“ wurden noch angeboten.

Bei den Fürbitten zum Reformationstag bat das Gottesdienstteam um mutige Menschen, die mit Rückgrat und Verstand wahre Dinge aussprechen, damit nicht Geldgier und Reichtum die wesentlichen Dinge sind, sondern Liebe, Glaube und Hoffnung. Martin Luther habe erkannt, dass ein jeder Mensch sein eigener Priester sein kann und dass es nicht darauf ankommt sich die Gnade Gottes zu erkaufen.
„Wir danken für diese Erkenntnis und für einen Menschen, der mutig genug war, für diese Überzeugung einzustehen.“

Alle Atempause-Besucher waren im Anschluss ins Gemeindehaus zu einem einfachen, aber köstlichen Mahl eingeladen: es gab Kartoffelsuppe und Schwarzbier.

Sabine Geschwill
Fotos: Geschwill Presseservice

Nachtrag

An der Station „Eppler Kirchenthesen“ wurde an Türen angenagelt, was den Atempause-BesucherInnen heute wichtig an Kirche ist. Folgendes waren die Ergebnisse:

• Ich mag Gottesdienst
• Wer möchte, dass Kirche bleibt wie Sie ist, möchte nicht, dass Kirche bleibt!
• Mit gefällt, dass in der Kirche alle willkommen sind
• Schöne Weihnachtslieder
• Kirche muss unabhängig von unserer Politik bleiben!
• Gott soll auch außerhalb der Kirche erlebbar sein!
• Viel ernst gemeinter Glaube
• Die Anderen „sein lassen“ mit ihrem Glauben, mit ihrer Meinung
• Wir sind alle zu satt
• Gottesdienstliche Formen sind nicht beliebig, aber sie müssen flexibel sein!
• Für alle Religionen
• Glaube mischt sich ein
• Kirche soll weiterhin Spaß machen
• Unsere Gemeinden sollen ein Kontrast zur sonstigen Gesellschaft sein
• Danke für den kreativen Gottesdienst
• Erkennen, dass der Mensch ein Teil der Schöpfung ist und Sie bewahren
• Kirche soll im Alltag lebbar sein!
• Gemeinsame Eucharistie
• Ökumene
• Ökumene
• Gemeinde braucht Ziele und Richtung