120 Jahre Evangelischer Kirchenchor
»Jubiläumsfeier am 27.09.2009 im Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Gemeindesaal«
Der Kirchenchor am Jubiläumsfest
Der Festgottesdienst anlässlich des 120-jährigen Bestehens des evangelischen Kirchenchores zeigte sich wohl vorbereitet: Die Pauluskirche war schön geschmückt und voll besetzt. Für die Festpredigt hatte man den in Eppelheim geborenen Prälaten Hans Pfisterer gewinnen können. Die liturgische Leitung hatte Pfarrer Michael Göbelbecker inne.
Das Geburtstagskind selbst hatte unter der Leitung seines Dirigenten Michael Leideritz mit Orchesterbegleitung und Peter Rudolf an der Orgel, sowie Gastsängern aus den Eppelheimer Traditionschören, den evangelischen Kirchenchören Reilingen und Ketsch, Mitgliedern des Singkreises an der Pauluskirche und des katholischen Kirchenchores „Cäcilia“ die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert aufgeführt.
Festempfang im Gemeindesaal
Dekanin Annemarie Steinebrunner und Bürgermeister Dieter Mörlein zeigten sich beim anschließenden Festempfang voll des Lobes über das Gebotene.
„Es war ein wunderschöner Gottesdienst, der zu Herzen ging“, so Steinebrunner. Mit ihrem Gesang würden die Mitglieder des evangelischen Kirchenchors eine wichtige Aufgabe im Kirchenleben erfüllen und zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen ihre Stimmen erheben. Singen sei als Gabe Gottes anzusehen. „Wer singt, betet doppelt“, betonte die Dekanin.
Der Chorgesang des Kirchenchores sei an diesem Festtag das „Tüpfelchen auf dem i“ gewesen, lobte Bürgermeister Dieter Mörlein. Mit seinen 120 Jahren gehöre der Kirchenchor zu den älteren Vereinigungen in Eppelheim. 1889 gegründet habe der Chor viele Epochen der Welt- und Dorfgeschichte erlebt. Früher sei man stolz gewesen, einem Kirchenchor anzugehören. Heute hätten viele Chöre Schwierigkeiten, junge Sängerinnen und Sänger für Kirchenmusik begeistern zu können. Mörlein dankte dem Chormanagement für die unermüdliche Arbeit und dem Chorleiter für seine Bemühungen, das Beste aus dem Chor herauszuholen.
Bezirkskantor Detlev Helmer dankte allen, die sich in den Dienst des Glaubens und des Singens gestellt haben. Da immer mehr Chöre ums Überleben kämpfen, empfahl er, neue Wege zu suchen und riet zu Chorzusammenführungen und der Bildung von Singgemeinschaften.
Für den katholischen Kirchenchor „Cäcilia“ sprach die Vorsitzende Dr. Elisabeth Dahlhaus das Grußwort. Der evangelische Kirchenchor habe in seiner langen Vereinsgeschichte immer wieder Mut gefunden, neu zu beginnen und ein „Neues Lied“ anzustimmen. Das gemeinsame Lied als Mitte des Glaubens verbinde auch die Konfessionen und stärke die Ökumene.
Pfarrer Göbelbecker dankt Chor-Obfrau Heede und Dirigent Leideritz
Pfarrer Michael Göbelbecker dankte im Namen der Kirchengemeinde und aller Chorsänger Obfrau Brigitte Heede und Dirigent Michael Leideritz für ihre großartige Arbeit.
(Sabine Geschwill)
(Fotos: Geschwill Presseservice)
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