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Experimentierfreudiger Musiker traf auf neugieriges Publikum»„Klangreise um die Welt“ mit Marcus Haag in der Josephskirche«
Mit dem Wieslocher Klangkünstler Marcus Haag traf ein experimentierfreudiger Musiker auf ein neugieriges Publikum. Eine „Klangreise um die Welt“ lautete der Titel seines Konzerts in der Reihe „Musik in der Josephskirche“.
In Australien angekommen, ging es von den „Idiophonen“, den Selbstklingern, zu den „Aerophonen“, den Luftklingern. Das Didgeridoo wurde als traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Aborigines vorgestellt. Es dient dort überwiegend als rhythmisch eingesetztes Begleitinstrument für Gesänge und Tänze. Die klangliche und rhythmische Vielfalt entsteht durch Kombinationen aus Mundbewegungen, Atemtechnik und Stimmeffekten. Haag spielte auf einem so genannten Slide-Didgeridoo. Es besteht aus zwei Kunststoffröhren, die man ineinander verschieben und somit verschiedene Töne spielen kann.
Die Reise führte die Zuhörer weiter nach Afrika, wo die Djembe als traditionelle Trommel vorgestellt wurde. Die Djembe gehört zu den so genannten Membranophonen, den Fellklingern. Sie wurde ursprünglich für Tänze und religiöse Zeremonien verwendet. In Amerika entwickelten aus der Not heraus afrikanische Sklaven das Cajón als einfaches Musikinstrument. Transportkisten für Fische oder Orangen wurden dabei zu Trommeln umfunktioniert.
Als sehr melodisches Instrument der Indianer zeigte sich die Indianerflöte. Eine Geschichte besagt, dass die Indianerflöte von jungen Männern zur Brautwerbung benutzt wurde. Andere Schriften belegen, dass die Indianerflöte für zeremonielle Zwecke und zur Heilung verwendet wurde. Zur Untermalung der Melodien der indianischen Zwillingsflöte setzte Haag eine Oceandrum ein, deren Ursprung ebenfalls in Amerika liegt. Der Klang der Oceandrum versetzte das lauschende Publikum unwillkürlich ans Meer und weckte sogleich Assoziationen an Wellenrauschen, Strand und Sonne.
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